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 Das Bild der Website ist von Sebastian Rijkers. Ich verband seine Bilder sofort mit Yoga, als ich sie zum ersten Mal auf der Vernissage in Bad Salzig sah. Sie strahlen Ruhe, Klarheit und eine besondere Stimmung aus. Der helle Raum auf dem Bild lädt zum Verweilen ein und dazu sich der Landschaft, die durch die offene Tür zu sehen ist, zuzuwenden.   Das Bild gibt dem Betrachter viel Raum. Es schafft die Möglichkeit, inneres Erleben beim Betrachten mit entspannter Offenheit zu erforschen.   Und genau das ist Yoga. Yoga bildet den Rahmen, innere Räume in besonderer Stimmung erkunden. Körper, Atem und Geist können ganz nah bei sich und in einer besonderen Perspektive und Gestimmtheit entdeckt werden. Viel wichtiger als alle Äußerlichkeiten der Übungen ist die Art und Weise, wie wir dabei von innen fühlen. Die Perspektive, aus der heraus wir uns wahrnehmen, wird im Yoga Sûtra „draṣṭṛ“ und „puruṣa“ genannt. Beide Begriffe werden synonym genutzt. „Draṣṭṛ“ heißt wörtlich „das was sieht, der Seher“. „Puruṣa“ heißt „der Mensch, der in uns wohnt.  Draṣṭṛ betont die Fähigkeit (kann sehen), puruṣa, etwas was in uns ist. Die Unterscheidung zwischen dem Wahrgenommenen und dem, der wahrnimmt, wird als entscheidend beschrieben, um zukünftiges Leid zu vermeiden. Ist der Geist im Yogamodus, „Dann scheint in uns die Fähigkeit auf, etwas vollständig und richtig zu erkennen. (YS1.3.tada drastuh svarupe vasthanam)"(1).  Draṣṭṛ könnte die Idee zu diesem Foto sein.

 

Vielen Dank dem Künstler für dieses Bild und für die Erlaubnis, das Foto auf meiner Website zu nutzen! Sebastian Rijkers ist nicht nur ein wunderbarer Fotograf, seine Seite https://rijkers.photography  ist empfehlenswert.  Er engagiert sich auch für eine Schulprojekt auf Haiti, zudem auch ein Kinderheim mit 85 Waisen gehört. Wer dazu mehr erfahren möchte, hier der Link: https://www.action-five.de/haiti

 (1)  Über Freiheit und Meditation, Das Yoga Sūtra des Patañjali, S. 23,S.136, Verlag Via Nova, 6. Auflage 2014